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Der Tal von Hanspeter Ziereisen hieß bis zum Jahrgang 2020 „Talrain“, bis die Weinkontrolle dem eigenwilligen Winzer die Benutzung des Begriffs untersagt hat. Die Begründung: Der Name erinnere zu sehr an eine Lagenbezeichnung, was aber bei einem Landwein, wie sie Ziereisen ausschließlich erzeugt, nicht erlaubt ist. Also benannte er der Bürokratie zum Trotz den Wein einfach um, sonst hat sich nichts geändert.
Die Reben wachsen in einem kleinen, fast 500 Meter hoch gelegenem, von Wald umgebenem Talkessel auf Kalkboden mit eisenhaltigem Lehm. Nach der spontanen Vergärung wird der Wein 20 Monate in gebrauchten Barriques ausgebaut und ohne Schönung oder Filtration gefüllt. In der Nase sehr intensiver und klassischer Duft von Schwarz- und Sauerkirschen, im Mund dann frisch, präzise, harmonisch und fein, mit guter Substanz, perfekt eingebundenem, kaum spürbarem Holz, kräutriger Frische, reifen, feinkörnigen Tanninen und animierendem Säurespiel. Bietet jetzt schon viel Trinkspaß, kann aber auch noch einige Jahre reifen. - verfasst von Jens Wagner
Beschreibung
Produktinformationen "Spätburgunder Talrain"
Hersteller
Ziereisen
deutschland / pfalz
Weingut Ziereisen
„He (Hanspeter Ziereisen) simply does not stop getting better and better.“ The Wine Advocate
Hanspeter Ziereisen ist einer der großen Individualisten im deutschen Weinbau und produziert Jahr für Jahr sehr eigenständige und immer klar herkunftsbezogene Weine. Dabei wollte er zunächst gar nicht Winzer werden: Aufgewachsen in einem damals für das Markgräfler Land typischen landwirtschaftlichen Mischbetrieb, in dem der Weinbau nur eine Nebenrolle spielte und die Trauben im Herbst an die örtliche Genossenschaft geliefert wurden, machte er zunächst eine Lehre als Schreiner. Als er dann doch noch vom Weinvirus befallen wurde, konnte er nach und nach die elterliche Rebfläche ausdehnen, heute baut er neben Spät-, Grau- und Weißburgunder den fürs Markgräfler Land typischen Gutedel an, daneben noch Chardonnay, Syrah und etwas Gewürztraminer. Im Keller bekommen Ziereisens Weine reichlich Ruhe und Zeit, alle Weine werden spontan mit den natürlichen Hefen vergoren, auf Schönungen verzichtet er genauso wie auf kellertechnische Eingriffe. Bei den Rotweinen ist eine Maischestandzeit von sechs bis acht Wochen die Regel, genauso wie ein anschließendes, bis zu 24 Monaten langes Hefelager mit einem regelmäßigen Aufrühren der Hefe (der sogenannten Bâtonnage). Fast alle Weine werden unfiltriert abgefüllt. Das Ergebnis sind echte Charakterweine, die auch schon mal Ecken und Kanten, aber stets auch einen enormen Trinkfluß besitzen.