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Zurück in Deidesheim & der Pfalz – aus dem Herrgottsacker, oder Gottsacker, wie es bei den Seckingers wegen des Lagen-nennungsverbots für Landweine auf dem Etikett heißt. Das Weingut Seckinger ist im Eiltempo zu den innovativsten und besten Betrieben der Pfalz aufgestiegen – und zwar mit der einfachen Rückbesinnung auf aufmerksame Arbeit im Weingarten und kaum Eingriffen im Keller. Die Trauben für den Gottsacker stammen aus zwei unterschiedlichen Parzellen im Deidesheimer Herrgottsacker: Je zur Hälfte aus einem kühlen, waldnahen Teil der Lage und aus dem wesentlich wärmeren Kernstück, Ganztraubenpressung bei der Kernlage und Maischestandzeit bei der Waldlage führen zu einer harmonisch ausbalancierten Stilistik, der perfekte Einstieg in den Lagenkosmos der Seckingers.
Der Gottsacker 2020 zeigt sich goldgelb strahlend mit einer herben, verführerischen Nase: Kumquats, Limettenzeste, etwas Quitte und gestoßene Steine. Auf der Zunge ist das für das warme Jahr 2020 überraschend druckvoll und mit einer tragenden Säure sowie einer die Zunge bekleidenden Phenolik ausgestattet. Das ist sicherlich kein Stil für alle, die eine wahnsinnig primärfruchtige Interpretation der Sorte Riesling suchen – gerade deshalb gefällt es mir so gut. New School Pfalz! - verkostet von Laurin Laier
Beschreibung
Produktinformationen "Riesling Gottsacker (Deidesheim)"
Hersteller
Seckinger
deutschland / pfalz
Weingut Seckinger
Kaum ein anderes Weingut in Deutschland hat in den vergangenen Jahren so einen steilen Aufstieg hingelegt, wie das der Brüder Jonas, Philipp und Lukas Seckinger aus Niederkirchen. Seit 2012 machen sie ihre eigenen Weine und haben in dieser kurzen Zeit schon ihre eigene, unverkennbare Handschrift entwickelt. Vor allem ihre Lagenrieslinge, die Chardonnays und die Ortsweine der Pure-Linie gehören heute zu den eigenständigsten und spannendsten Pfälzer Weinen. Biologischer Anbau, zunehmend auch mit biodynamischen Präparaten, und die sorgfältige, penible Arbeit im Weinberg sind die Voraussetzungen dafür, dass die Seckingers im Keller komplett auf Weinbereitungsmittel verzichten können. Die Weine werden spontan – mal nach etwas Maischestandzeit, mal ohne – vergoren und meist in Tonneaux und großen Holzfässern lange auf der Hefe ausgebaut, dabei wird ihnen nichts hinzugefügt oder entzogen, mit Ausnahme von minimalen Mengen SO2 bei der Füllung. Das Ergebnis sind herrlich schlanke, ausgewogene und animierende naturbelassene Weine mit Tiefgang, die eine ungeheure Lebendigkeit ausstrahlen!