Angaben zu den einzelnen Weinen sowie Informationen zu Nährwerten und Zusatzstoffen finden Sie auf den jeweiligen Detailseiten.
WEINSPECIALS ZU GEMÜSEN VOM GRILL
49,95 €
% 56,75 € (11.98% gespart)
An der Pflanze ausgereiftes, frisches, hochwertiges Gemüse kann auf dem Grill zur absoluten Delikatesse werden. Aus unserer Sicht gelingt das für die allermeisten Gemüse am besten, wenn verschiedene Garmethoden kombiniert werden, also Feuer, Hitze und Rauch auf dem Grill nur dazu dienen, die Zubereitung zu starten oder zu finalisieren. Gegrillt werden kann nahezu das gesamte Gemüsealphabet, von Aubergine bis Zucchini. Mit etwas Mühe, Sorgfalt und den richtigen Rezepten ist vieles möglich.
Die verschiedenen Gemüse bringen Süße, Säure und Bitterstoffe in unterschiedlichen Kombinationen mit. Dadurch wird der Gemüsegrill in der Weinbegleitung zu einem herrlichen Experimentierfeld ohne allgemeingültige Regeln. Mut ist gefragt. Nur wer etwas wagt, kann gewinnen. Denn fest steht: Harmlos fruchtige, brav mit Reinzuchthefen und Enzymen vergorene Weine passen hier so gar nicht. Vergesst also Grauburgunder und Co. und lasst euch ein auf unser Probierpaket zum Gemüsegrill mit eindrucksvoll eigenständigen Weinen.
So empfehlen wir zu grünen Gemüsen wie Spargel, Fenchel, Zucchini, Gurken oder Spitzkohl den beeindruckend komplexen Vermentino aus der Provence. Mit Marinaden oder Toppings aus Olivenöl, Zitrone, Minze, Estragon, Rosmarin, Thymian oder Knoblauch kann er wunderbar umgehen. Die ideale Trinktemperatur liegt bei 9 bis 11°C. Lieber wärmer als zu kalt servieren.
Zu Pilzen, Paprika oder Pimientos, gerne auch zu kräftig gegrillten Auberginen oder Sommertomaten, empfehlen wir einen puristischen Blaufränkisch aus dem Burgenland. Seine beerige Frucht und angenehme Würze passt gut zu frisch gemahlenem, schwarzem Pfeffer und mediterranen Kräutern als Topping. An heißen Tagen unbedingt leicht kühlen und bei 16 bis 17°C servieren.
Der formidable Orangewein aus der Toskana ist aufgrund seiner feinfühligen Vinifikation ein Foodpairing-Alleskönner und eine Bereicherung für jedes Grillevent. Er hat keinerlei Probleme mit Chilischärfe, verträgt umamihaltige Marinaden mit Sojasauce und Co. und freut sich über eine ausgeprägte Maillard-Reaktion (starke Röstaromen beim Angrillen), z.B. bei Kartoffeln- oder Süßkartoffeln. Bitte unbedingt bei mindestens 12 bis 14°C servieren.
Das Kennenlernpaket enthält je eine Flasche der folgenden Sorten und ist mit 12% rabattiert.
2025 Les Genêts, Château de Roquefort (Provence) bio
Sehr alte Reben, kühle nordwestliche Exposition in 380 bis 400m üNN, echte Handarbeit und ein Wein, der sich nicht fruchtig anbiedert, sondern ganz einfach Eindruck hinterlässt.
Die Rebsorte Rolle, in Italien Vermentino genannt, umarmt das Mittelmeer. Sie liebt die Küste, die salzige Luft, die kargen Böden und sie scheint, zumindest in Küstennähe, mit den Herausforderungen des Klimawandels bestens zurecht zu kommen. Aufgrund ihrer komplexen Aromen gilt sie als mediterraner Charakterkopf, als eine der ausdrucksvollsten weißen Rebsorten des Südens.
In der Einzellage Les Genêts auf Château de Roquefort stehen die Reben auf steinigen Kalkböden mit Einschlüssen von Feuerstein.
Im Glas trifft man auf feine Noten von weißem Pfirsich, leise, von einer komplexen Würze durchzogen: eine Andeutung von Anis, mediterrane Kräuter. Dazwischen blitzt immer wieder eine zarte, salzige Mineralik auf. Am Gaumen Grip, Saft und ein Hauch von Struktur. Alles ist kühl, präzise und klar, bei angenehm moderaten 12.5 % Vol., aber trotzdem reif und vollkommen ausgewogen. Richtig animierend und mundwässernd ist dann der ganz leicht bittere Mandelton im Abgang.
2023 Blaufränkisch Ried Hochäcker, Weingut Franz Weninger (Burgenland) bio
Dieser Wein ist ein großartiger Botschafter des Terroirs von Horitschon, einem der letzten burgenländischen Weinbauorte vor der ungarischen Grenze.
Hier stehen Reben im Alter von bis zu 85 Jahren auf lehmigem, sehr eisenhaltigem Untergrund. Wie alle Weine von Franz wird der Hochäcker selektiv per Hand gelesen, dann spontan vergoren und im neutralen Tonneau, einem 500-Liter-Holzfass, ausgebaut.
Das Ergebnis ist ein extrem saftiger, druckvoller Rotwein, der nach Schattenmorellen und roten Johannisbeeren duftet. Am Gaumen ist er zupackend mit üppigem, wenngleich reifem Tannin und etwas mehr herber Frische – der verspielte Duft lädt ein, und auf der Zunge startet das Feuerwerk.
2022 Garnaccia bianco, Montesecondo (Toskana) bio
Der weiße Garnaccia von Montesecondo ist wirklich fesselnd. Selten habe ich einen so guten Orange Wine, also einen auf den Schalen vergorenen Weißwein, im Glas gehabt.
Die Rebsorte für diesen Raketenwein heißt, anders als der Weinname, Vernaccia di San Gimignano und liefert leicht herb-würzige Speisenbegleiter mit moderater, doch tragender Säurestruktur. Bei Montesecondo wird für diesen Wein relativ früh mit nur 11,5 % vol. gelesen, mit den Traubenstielen als Ganztraube vergoren und zehn Tage zusätzlich mazeriert. Wer das liest und einen vor Gerbstoffen platzenden Wein erwartet, irrt sich allerdings. Im Glas findet sich kein Reibeisen, sondern ein feinwürziger Weißwein, der nach gelbem Steinobst und gerösteten piemonteser Haselnüssen duftet. Grapefruit und Schwarztee komplementieren das aromatische Bild dieses schlanken, doch intensiven Weines.
Dieser unverschämt trinkige Orange wird von mir gerne mit geschmorten Kirschtomaten auf reichlich Labneh – einem aus dem arabischen Raum stammenden cremigen Frischkäse – und etwas geröstetem Brot verspeist. Nicht zu kalt servieren!