ALLTAGSHELDEN IN ROT
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Alltagsfähige Rotweine, die sowohl in finanzieller Hinsicht als auch qualitativ ein Lächeln ins Gesicht zaubern können, sind rar gesät. Denn eines ist klar: Nur weil wir einen Wein an einem x-beliebigen Dienstagabend öffnen und nicht zum Braten am Sonntag, ändert sich unser Anspruch an Handwerk, Finesse und ganz allgemein Genuss nicht.
Weine dieser Kategorie müssen also zwangsläufig seriös, trocken, vielschichtig und animierend sein. Was man sich in dieser Kategorie sparen kann, sind Neuholz-Granaten, die wir ohnehin zunehmend meiden, und hier machen sie nun wirklich keinen Sinn. Gefragt sind Solisten, die zwar bei Bedarf auch mal ein Mahl begleiten könnten, ihre Mission aber eher als Alleinunterhalter interpretieren.
In unserem Paket finden sich sechs solcher Gaumen-Entertainer aus Spanien, Italien, Frankreich und Österreich. Sie sind alles andere als beliebig, machen großen Spaß und sind ihren Preis wirklich wert.
Das Paket enthält je eine Flasche dieser 6 Weine:
2023 El Tiempo que nos une, Bodega Cerrón – Jumilla (Spanien)
Die heiße Appellation Jumilla in der spanischen Region Murcia steht vielerorts noch für schwere, alkoholreiche Monastrell-Weine alter Schule. Aufgrund der extremen Hitze in dieser Region nahe Valencia fehlt vielen Weinen die nötige Frische und Eleganz. Aus diesem Grund haben sich die Brüder Cerrón in die kühlen Höhenlagen auf bis zu 1.050 Meter über dem Meeresspiegel zurückgezogen, um ihren Weinen zeitgemäße Lebendigkeit zu verleihen. Der Wein El Tiempo que nos une entstammt der Sorte Monastrell und stammt von biologisch bewirtschafteten Hochlagen mit kalkhaltigen Böden. Er duftet nach dunklen Beeren, etwas Pflaume, mediterranen Kräutern und einem Hauch Pfeffer. Am Gaumen ist er erstaunlich frisch mit feinkörnigem Tannin, moderatem Alkoholgehalt und viel Trinkfluss. Ein ehrlicher, moderner Rotwein, der Lust auf den nächsten Schluck macht. Er passt hervorragend zu gegrilltem Gemüse und Lammkoteletts.
2022 Rioja Sierra de Toloño, Sierra de Toloño – Rioja (Spanien)
Auch mit diesem Rotwein beweist Sandra Bravo, warum sie zu den spannendsten Stimmen der Rioja gehört. Dieser Wein stammt aus hochgelegenen Parzellen in der Rioja Alavesa, die von kalkreichen Böden und dem kühlen Einfluss des Atlantiks geprägt sind. Tempranillo in seiner puristischsten Form: rote Kirsche, Hagebutte, feine Würze, dazu eine animierende Frische. Kein Holz im Ausbau, keine Schwere – stattdessen Klarheit, Präzision und Spannung. Der Wein wird biodynamisch bewirtschaftet, spontan vergoren und minimalistisch ausgebaut. Ein Rioja für alle, die Eleganz über Opulenz stellen. Er ist großartig zu Tapas, gebratenem Geflügel oder abgehangenem Schinken.
Blaufränkisch Rusterberg, Weingut Ernst Triebaumer – Rust (Österreich)
Blaufränkisch aus Rust zählt zu den großen, oft unterschätzten Rotwein-Stilen Europas. Für mich ist die Visitenkarte „Rusterberg” vom Weingut Ernst Triebaumer nichts Geringeres als der beste Blaufränkisch-Gutswein überhaupt. Er transportiert die Idee der ikonischen Ruster Lagen „Oberer Wald” und „Mariental” zu einem schwindelerregend angenehmen Preis. Ein Wein, der nach Brombeeren und dunklen Pflaumen duftet, mit feinstem Tannin ausgestattet ist und eine betörende, fast mentholig kühle Frische aufweist. Dadurch ist der Rusterberg gleichzeitig elegant und fein als auch kräftig strukturiert. Das macht glücklich!
2024 Chianti DOCG, Fattoria di Sammontana – Toskana (Italien)
Ein Chianti, wie man ihn sich wünscht: saftig, klar und voller Leben. Sammontana arbeitet biodynamisch und kompromisslos handwerklich. Die Sangiovese-Trauben für diesen Wein stammen von alten Reben in den Hügeln westlich von Florenz. In der Nase rote Kirschen, etwas Veilchen und getrocknete Kräuter. Am Gaumen ist er frisch und lebendig mit feiner Säure und animierender Länge. Kein marmeladiger, internationaler Stil, sondern ein klassischer Chianti mit Seele und Trinkfluss. Ein absoluter Allrounder am Tisch.
2024 Côtes du Rhône Bout d'Zan, Mas de Libian – Rhône (Frankreich)
Claire und Alain Roméro stehen für biodynamischen Weinbau mit Herz und Haltung. Bout d’Zan ist ihre zugänglichste Cuvée aus Grenache und Syrah – und ein Paradebeispiel dafür, wie gut ein Alltagswein sein kann. Saftige rote und dunkle Beeren, etwas Pfeffer, Garrigue-Kräuter. Am Gaumen weich, rund und charmant, ohne an Frische zu verlieren. Ungemein trinkfreudig, dabei sauber und präzise vinifiziert, ganz ohne Holzausbau. Für mich ist dies ein Wein, der nach einer herzhaften Brotzeit schreit, da er genügend Säure hat, um Fettigem den Garaus zu machen, und eine rustikale, zugängliche Art hat, die zu einem lachenden, geselligen Tisch gehört.
2021 à Coural, Domaine des Amiel – Languedoc (Frankreich)
Das Languedoc kann rustikal sein, muss es aber nicht. „À Coural” von Domaine des Amiel zeigt die elegante und individuelle Seite der Region. Maßgeblich verantwortlich für diesen genialen Alltagswein sind die Brüder Aymeric und Jordan Amiel sowie das Terroir in Montblanc. Carignan, Grenache und Syrah. Der Wein wird spontan vergoren, ohne „Make-up” in Form von Kaltmazeration und vanilligem Holzfass, mit viel Gefühl für Balance. In der Nase dunkle Beeren, Lakritz und leicht erdige Anklänge. Der Gaumen trägt die Wärme der Region in Form eines saftigen, zugänglichen Profils mit genug Säure und packendem Gerbstoff, um sich von kompottiger Banalität abzugrenzen. Absolut genial schmeckt der Coural übrigens zu einem Lammeintopf mit weißen Bohnen.